BMI: 22,5
Hm ja. Ich hab’ n klein wenig abgenommen.
Wenn ich überlege, dass ich letzte Woche noch einen BMI von 23,3 hatte, sollte ich zufrieden sein.
Ich freue mich auch!
Aber wenn ich mich ansehe, ekle ich mich einfach nur vor mir selbst *seufz*.
Heute ist ein Schoko-Tag.
Nach etlichen Jahren probiere ich also tatsächlich die so genannte “Schokoladen Diät” aus.
Nicht ausprobieren, ohne sich darüber zu informieren!
Wenn das falsche gegessen wird, wirste nur noch fetter.
Mal schauen, wie das so klappt.
Gegessen
Schon klar, du scheiß Teil! Friss und werde fett!
Ja, du wiegst ja noch nicht genug!
Glaubst wirklich, du dürftest essen, was? Dann mach doch!
Sieh dir die Fettzellen an, die unter deiner Haut durchschimmern.
Naaa? Schön was? Herrlich!
Weiter so!
Verdammtes Stück Scheiße.
Und jetzt schneid dich auf.
BMI: 22,6
Mein Gewicht ist enttäuschend hoch momentan.
Das muss ich ändern, ich fühle mich so unwohl damit.
Es ist Normalgewicht, aber ich sehe doch selbst, wie dick ich geworden bin!
Körperschemastörung? Von mir aus! Ich sehe das und ich will das nicht.
Ich habe nicht vor, heute etwas zu essen.
Ich trinke Apfelschorle, damit nehme ich schon Kalorien zu mir.
Der Anfang vom Ende
Viele Jahre sind in meinem so genannten Leben vergangen, in denen ich mich in psychischen Krankheiten verlor. Ich bekam Hilfe und schöpfte Hoffnung. 1 1/2 Jahre mit therapeutischer Hilfe sind vergangen. Höhen und Tiefen habe ich hinter mich gebracht. Mit Antidepressiva habe ich für mich selbst abgeschlossen. Ich kann nicht mehr. Der Kampf wird zu hart, ich habe verloren.
Der einzige Weg, mich nicht in endlicher Suizidalität zu verlieren, ist ein Leben im Wahn der Essstörung. Ich lasse die Waffen ruhen und meine Krankheit mich einholen. Sie soll mich auffressen und mein Leben bestimmen. Der Gedanke daran zieht mich aus der triefenden Sinnlosigkeit meines Lebens.
Ein Leben voller Hunger, Frust, Sport, Medikamente und Kalorien.
Einzig und allein so kann es für mich sinnvoll sein.
Ich will verschwinden.
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